Weihnachtsbaum auswählen & pflegen: Welcher duftet und hält am längsten?

 

Viele wünschen sich einen Weihnachtsbaum, der lange hält und wenig Nadeln verliert. Wenn er dazu noch das Wohnzimmer mit seinem herrlichen Tannenduft erfüllt, wird Weihnachten umso schöner. Damit der Weihnachtsbaum jedoch nicht schon vorher schlapp macht, gibt es hier Tipps zur Auswahl und der richtigen Pflege des Weihnachtsbaumes.

Weihnachten steht vor der Tür und die ersten Weihnachtsbäume werden angeboten. Aber welcher Baum soll es sein? Neben der richtigen Pflege, ist es auch von der jeweiligen Baumart abhängig, wie lange der Baum hält oder wie viel er nadelt. Auch beim Duft spielt die Baumart eine Rolle. Leider duften heute nur die wenigsten Weihnachtsbäume so intensiv, wie es früher ein mal war.

Die Weihnachtsbaum-Arten und ihre Vor- und Nachteile

 

Nordmanntanne: lange haltbar, duftet allerdings nicht

Nordmanntannen sind als Weihnachtsbäume sehr beliebt und werden am meisten verkauft. Der Baum wächst sehr gleichmäßig, hat eine hohe Nadelfestigkeit und hält unter guten Bedingungen sogar bis zu vier Wochen. Seine weichen Nadeln glänzen tiefgrün und stechen nicht. Er duftet allerdings so gut wie gar nicht. Wegen dem schönen Aussehen und der langen Haltbarkeit sind Nordmanntannen teurer.

Nobilistanne: Hält am längsten und bietet ein intensives Dufterlebnis

Oft wird sie auch Edeltanne genannt und hält noch länger als die Nordmanntanne. Ihre blaugrünen Nadeln sind weich und duften sehr intensiv nach Orangen. Die Zweige sind etagenförmig angeordnet. Nobilistannen wachsen zwar etwas unregelmäßig, können dafür aber sogar schweren Baumschmuck tragen. Die Bäume können über vier Wochen halten und sind daher auch als Schnittgrün für Adventskränze beliebt.

Blaufichte: Das blaue Schmuckstück duftet herrlich nach Tannenwald!

Die Blaufichte ist auch als Blautanne bekannt. Ihre Nadeln haben einen bläulichen Schimmer. Die blaue Färbung variiert je nach Sorte und hängt auch von der Witterung ab. Blaufichten bringen einen herrlichen Waldduft in die weihnachtlichen Räume. Sie eignet sich besonders für kleinere Räume. Der Nachteil für große Wohnzimmer mit hoher Decke: Bäume die über zwei Meter groß sind, werden immer lichter und kahler und sehen nicht mehr so schön aus, wie die kleineren Exemplare.

Die Blaufichte gehört zu den Klassikern unter den Weihnachtsbäumen und kann auch schweren Baumschmuck tragen. Zudem ist sie um einiges günstiger und befindet sich im Mittelfeld bei der Haltbarkeit. Allerdings stechen die schönen blauen und duftenden Nadeln ziemlich. Das brachte ihr den Namen Stechtanne ein. Bei kleinen Kindern oder Haustieren sind die harten und stechenden Nadeln problematisch. Beim Transport sollte man Handschuhe verwenden. Auch das Schmücken ist mit den spitzen Nadeln nicht gerade angenehm.

Fichte: am günstigsten, aber eine Weltmeisterin im Nadeln

Die Fichte kostet am weinigsten unter all den Weihnachtsbäumen und hat leider auch einige Nachteile. Denn die Fichte hat die geringste Haltbarkeit und nadelt bereits wenige Tage nach der Ankunft in den warmen Räumen. Zudem duftet sich nicht. Dafür sticht sie weniger als die Blaufichte. Fichten eignen sich als Weihnachtsbäume eher für den Außenbereich. Für das Wohnzimmer sollten sie besser kurz vor dem Fest gefällt werden, sodass sie an Weihnachten frisch sind. Da die Fichten sehr groß werden, eigenen sie sich jedoch perfekt für öffentliche Plätze und kommen dort als große Weihnachtsbäume wunderbar zur Geltung.

Douglasie: haltbar mit intensiven Zitrusduft

Die dünnen Nadeln der Douglasie sind weich und duften nach Zitrus. Sie hält ungefähr so lange wie Blaufichten, ist aber etwas günstiger. Für die Douglasie ist leichter Baumschmuck geeignet.

Kiefer: Für alle, die das Besondere mögen

Die Kiefer sieht man hierzulande selten als Weihnachtsbaum. Vermutlich da man sie nicht so leicht schmücken kann. Schwerer Christbaumschmuck lässt sich kaum an den Kiefernzweigen befestigen. Wer allerdings natürlichen und leichten Baumschmuck liebt, für den wäre die Kiefer ein schöner und besonderer Weihnachtsbaum. Zudem duftet die Kiefer angenehm nach Wald. Kiefern habe eine gute Haltbarkeit und werfen die Nadeln auch bei trockener und warmer Zimmerluft über lange Zeit nicht ab. Mit ihrem Duft, den ausgefallenen Wuchs und Nadeln bietet die Kiefer ein tolles Highlight beim Fest.

So hält der Weihnachtsbaum länger

Tipps zur richtigen Pflege

 

Wann sollte ich den Weihnachtsbaum kaufen?

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen beginnt Anfang Dezember. Wenn einige Bäume vor Weihnachten schlapp machen, liegt dies jedoch oft an der falschen Lagerung. Oft spielt auch die Baumart eine Rolle. Während z.B. Nordmanntannen sehr lange halten, sollten z.B. Fichten besser weinige Tage vor dem Fest geschlagen und gekauft werden. Je länger der Baum im warmen Wohnzimmer steht, desto früher fängt er an zu nadeln.

Wie erkenne ich, ob der Baum frisch ist?

Nicht immer werden frische Nadelbäume angeboten. Einige haben z.B. einen weiten Transportweg hinter sich. Oder sie wurden nicht gleich verkauft und liegen schon länger. Ein Blick auf die Schnittstelle verrät, ob der Baum frisch ist. Wenn die Schnittstelle hell ist, handelt es sich um einen frischen Baum. Ist sie allerdings dunkel und grau, hat der Baum bereits längere Zeit gelegen. Auch stechende Nadeln, die bei manchen Baumarten weich sein sollten, sind ein Hinweis, dass der Baum nicht mehr frisch ist.

Den Weihnachtsbaum richtig lagern

Bis der Baum im Wohnzimmer aufgestellt wird, muss er kühl gelagert werden. Je wärmer es ist, desto schneller altert der Baum. Gute Plätze zur Lagerung sind z.B. in der Garage, im Keller oder draußen. Damit der Baum mit Wasser versorgt wird, sollt eine dünne Scheibe vom Stammfuß abgeschnitten und der Baum in einen Eimer mit Wasser gestellt werden. Wenn der Weihnachtsbaum kühl gelagert wird, hält er wesentlich länger als in beheizten Räumen mit trockener Heizungsluft.

Den Weihnachtsbaum nicht an die Heizung stellen

Die Heizungsluft trocknet den Baum aus. Er sollte daher nicht direkt an der Heizung oder an anderen Wärmequellen stehen. Der Weihnachtsbaumständer sollte regelmäßig mit frischem Wasser gefüllt werden, um den Baum mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Auch das Benetzen seiner Zweige mit Wasser hilft seine Haltbarkeit zu verlängern.

Was kosten die Weihnachtsbäume dieses Jahr (2018)?

Die Fachgruppe der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW hat angekündigt, dass die Preise für Weihnachtsbäume dieses Jahr stabil bleiben. Sie sind daher nicht teurer als im Jahr 2017. Im Durchschnitt werden die Bäume 14 € pro Meter kosten.

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