Winterjasmin: Strahlend gelber Blütenflor im Winter


Die Blüten des Winterjasmins sind im Winter ein toller Blickfang!

Strahlende gelbe Blüten sind in den grauen und trüben Wintertagen nur selten zu sehen. Umso beeindruckender erscheint dann der Winterjasmin, wenn er mit seinen gelben Blütensternen aufleuchtet. Denn meist fällt der Strauch erst an einem düsteren Dezembertag z.B. auf dem Weg zur Arbeit oder bei einem Spaziergang richtig auf.

Dicht an dicht entfalten sich an den langen kahlen Zweigen jede Menge gelbe Blüten. Dabei rollt der Winterjasmin seinen gelben Flor wie ein goldener Sternenregen über Gartenmauern, Zäune und Hauswänden aus. Durch einen Trick, den der Strauch gegen den Frost anwendet, reicht die Blütenpracht bis in den April hinein.

Lange Blütezeit – Der Winterjasmin hat immer Blüten auf Reserve

Bei mildem Klima beginnt der Winterjasmin bereits im Dezember mit der Blüte. Manchmal sind die ersten Blüten sogar schon vor Weihnachten zu sehen. Doch hin und wieder fällt die goldene Blütenpracht dem eisigen Frost zum Opfer. Der winterliche Blütenflor ist damit allerdings noch lange nicht vorbei. Um die Blüten vor Frost zu schützen, öffnet der Strauch nicht alle Blüten auf einmal, sondern nach und nach. Dadurch hält der Winterjasmin immer genügend Blütenknospen in Reserve, die sich bei den nächsten Sonnenstrahlen öffnen. In strengen Wintern lässt der Blütenflor allerdings etwas auf sich warten und erscheint erst im Februar. Durch diese Schutzfunktion gegen Frostschäden verlängert sich die Blütezeit bis zum Frühjahr.

Einen intensiven Duft, wie man es normalerweise von einem Jasmin erwartet, verströmt der Winterjasmin Jasminum nudiflorum allerdings nicht. Die Blüten sind völlig duftneutral. Durch sein Aussehen und der frühen Blütezeit wird der Winterjasmin häufig mit der Forsythie verwechselt. Diese blüht jedoch erst von März bis Mai und hat längere und nur vier Blütenblätter. Beim Winterjasmin sind es dagegen fünf bis sechs kürzere Blütenblätter.

Der Strauch lässt meterhohe Zäune und Mauern aufblühen

Im Garten lässt sich der Winterjasmin vielseitig verwenden. Der kleine Strauch aus China erklimmt hierzulande bis zu drei Meter hohe Zäune, Mauern oder Hauswände. Mit einer Kletterhilfe erreicht der Spreizklimmer sogar bis zu fünf Meter. Da er als Spreizklimmer keine Schlingtriebe oder spezielle Rankorgane besitzt, klettert der Strauch mit seinen extra langen und dünnen Trieben die Rankgerüste empor. Auch im Steingarten kommt der Winterjasmin gut zur Geltung, wenn sein ausladender Blütenflor von den Mauerkronen herabhängt. Nach dem Einpflanzen benötigt der Winterjasmin allerdings etwas Zeit und wächst in den ersten Jahren noch nicht viel. Erst danach bildet er neue grüne Triebe, die mit der Zeit verholzen und sich braun färben. Nach der Blüte treibt das Laub aus, dass aus ca. 3 cm langen Fiederblättchen besteht.

Robuster Gartenstrauch von den Felshängen Chinas

Der Winterjasmin stammt aus China und wächst an Felshängen in Höhenlagen von bis zu 4500 Metern. Dementsprechend ist der Strauch einiges gewohnt. Der robuste Strauch verträgt Hitze und starke Sonneneinstrahlung und ist sehr windfest. Sogar die feinstaubbelastete Luft in den Städten kann dem Strauch wenig anhaben. An den Boden stellt der Winterjasmin kaum Ansprüche, er bevorzugt jedoch nährstoffreiche und kalkhaltige Erde. Damit die gelbe Blütenpracht bei Frost nicht so schnell Schaden nimmt, sollte beim Einpflanzen ein sonniger bis leicht schattiger und geschützter Platz gewählt werden.

Winterjasmin mit gelben Blüten


Winterjasmin ist einfach zu schneiden

Winterjasmin benötigt keinen regelmäßigen Schnitt. Wenn er doch einmal zu groß wird, dann ist er einfach zu schneiden und sehr schnittverträglich. Nach dem Schnitt verzweigt sich der Strauch besser und treibt wieder aus. An den neuen Trieben bilden sich dann sogar schon im nächsten Winter Blüten. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist nach der Blüte im April. Die Triebe sollten dabei um etwa ein Fünftel zurückgeschnitten werden, damit sie neu austreiben. Winterjasmin ist sehr wuchsfreudig und blüht immer an den einjährigen Trieben. Ältere Sträucher können etwa alle drei Jahre geschnitten werden, um die Pflanze in Form zu halten. Durch den Rückschnitt wird zudem die Blühfähigkeit angeregt. Auch von einem radikalen Rückschnitt erholt sich der Winterjasmin recht schnell und treibt wieder aus.

Der robuste Winterjasmin ist sehr pflegeleicht und wird kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Er ist ein zuverlässiger Winterblüher und bietet einen hübschen Blickfang. Mit seinen leuchtenden Blüten stimmt er an trüben Wintertagen schon mal auf den bevorstehenden Frühling ein.

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