Die Haselnuss: So vielseitig ist der pflegeleichte Strauch

 

Nutzpflanzen, von denen man selbst ernten kann, sind ein Highlight im eigenen Garten. Doch manchmal reicht die Zeit nicht für pflegeintensive Gewächse oder Du wünschst Dir einen pflegeleichten Garten, an dem auch Deine Kinder Spaß haben. Hierfür eignet sich die Haselnuss, die sich vielseitig einsetzen lässt.

 

 

 

 

 

 

 

Die heimische Haselnuss Corylus avellana wächst bei uns an Waldrändern und auf Brachflächen. Seit Jahrhunderten erfreut sich der robuste und pflegeleichte Strauch großer Beliebtheit. Dazu liefert er jeden Herbst eine reiche Nussernte. Die Nüsse verfeinern Süßspeisen und können in zahlreichen Backwaren verwendet werden. Durch ihren hohen Nährwertgehalt in Form von Fetten und Eiweiß sind sie zudem sehr gesund. Auch bei Kindern sind Haselnüsse sehr beliebt, die die geschälten Nüsse gerne roh essen. Einzig zu beachten ist hier, dass die Kinder bereits etwas älter sind. Kleinkinder von unter fünf Jahren müssen aufgrund einer möglichen Erstickungsgefahr mit dem Verzehr von Nüssen noch warten.

Auch für die Tierwelt sind Haselsträucher besonders wertvoll. In der heutigen Zeit, in der der Lebensraum vieler Tierarten immer weiter verdrängt wird, finden Eichhörnchen, Vögel und Mäuse hier eine wichtige Nahrungsquelle. Vögeln bietet er zudem Schutz und einen Nistplatz. Da der Strauch bei uns heimisch ist, ist er an unser Klima bestens angepasst. Haselnüsse sind anspruchslos und gedeihen auf fast allen Böden. Sie wachsen an sonnigen, halbschattigen Standorten oder auch im hellen Schatten. Bekommt der Strauch allerdings ein sonniges Plätzchen, dank er es dem Gärtner mit einer extra reichen Ernte. Dabei kommt er sogar ohne Pflegemaßnahmen oder Düngergaben aus.

Die beste Pflanzzeit für den pflegeleichten Strauch ist der Herbst. Im Garten kann er dabei unterschiedlich eingesetzt werden. Entweder als Hecke oder als Sicht-, Lärm- oder Windschutz. Bei der Pflanzung sollte auf ausreichend Platz geachtet werden, da der Strauch bis zu sechs Meter hoch wird und ziemlich in die Breite geht. Bei der Haselnuss handelt es sich übrigens um ein sogenanntes Trüffelbäumchen. Mit ihrem stark verzweigten Wurzelwerk geht sie eine Symbiose mit Schwarzen Trüffeln, Sommer- und Wintertrüffeln ein. Auch Stein- und Perlpilze wachsen unter ihr. Wer also ein Händchen für die Trüffelzucht hat, könnte hier unter bestimmten Voraussetzungen neben den Nüssen auch Trüffel ernten.

Haselnussstrauch im Garten

Haselsträucher bieten Tieren Nahrung und Schutz.

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